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Sachbericht zum Jugend- und Kulturfest „chill dich schlau“ der Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Wandsbek

Am 27.06.2008  haben wir, die Offene Arbeit mit Kindern Jugendlichen und ihren Familien durch eine Neuauflage der Veranstaltung „Chill dich schlau“, wiederum im Rahmen der Kampange „Entschlossen-OFFEN“,  optisch ansprechend, mit guter Stimmung, bei nettem Wetter, angemessen ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt!

Dies war auch gleichzeitig eine Premiere für den Wandsbeker Marktplatz, dort fand erstmalig ein Kinder- und Jugendkulturfest statt.

Nachdem wir die Lokation im Vorfeld in Augenschein genommen hatten und abgecheckt hatten: „was geht und was muss dort?“, hielten wir vor allem fest:

Diese Lokation ist in Wandsbek an zentralstem Orte!

Neben den Beteiligten und Besuchern flaniert dort während der Geschäftszeiten der Einkaufsmeile eine Menge Laufpublikum.

Um diesen Standort für eine gute Resonanz zu nutzen, brauchten wir unbedingt mindestens eine Hauptattraktion, in einem für unsere Arbeit unüblichen Ausmaß! Eine große überdachte Bühne und eine PA mit mindestens 2 KW, damit die Akteure angemessen präsentiert und der Sound qualitativ gut und weit hörbar ist! Künstler die eine solche Bühne verdient haben und diese auch angemessen performen, haben wir zur genüge, die Technik dagegen eher nicht. Diese musste angemietet werden, so kostengünstig wie möglich aber eben auch angemessen.  

Eingebettet in ein für uns charakteristisches Rahmenprogramm aus zahlreichen Spiel- und Sportaktionen neben weiteren Hauptattraktionen wie Kletterwand, Human Soccer und einem transportables Tonstudio fand dann am Tag der Veranstaltung auf dieser Bühne ein riesiges Lifeprogramm statt.

Ein tolles Ambiente mit vielschichtigem Programm, das auch Wandsbek Markt mal verdient hatte.

Insgesamt waren 30 Einrichtungen und Initiativen, die meisten aus Wandsbek, an diesem Gemeinschaftsfest beteiligt. Entweder banden sie Ihre Nutzergruppen am Bühnenprogramm ein, oder organisierten eine der zahlreichen Spiel- und Mitmachaktionen wie z. B. Graffiti, Breakdance, einen Jugend- Klamottenflohmarkt oder Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis.

Bei diesen Aktionen boten wir auch vielen engagierten jungen Menschen die in unserem Arbeitsfeld üblichen Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme bei der Planung und der Gestaltung der Veranstaltung.

 

Ob Hip-Hop Künstler, wie Rapper und Breakdancer, ob Rockmusiker, folkloristische Musikgruppen oder Tanz- und Theatergruppen, viele kennen unsere Häuser als Übungs- und Auftrittsort. Diesen Künstlern aus dem Bezirk Wandsbek haben wir auf unserer Bühne mitten im Sommer, mitten in Wandsbek, die Chance gegeben ihre Arbeit, ihren Szenen sowie einem breiten Publikum zu präsentieren um eine Resonanz zu erfahren. Darüber hinaus demonstrierten wir damit jungen Menschen im Alter von 12 – 18 Jahren, nachahmenswerte, ästhetisch vielfältige Ausdrucksformen und künstlerische Persönlichkeiten.

Die beteiligten Einrichtungen waren im Einzelnen: Bauspielplätze Berne, Farmsen,Wenn du es anklickst, wird es größer ... Gleiwitzer Bogen, Rahlstedt-Ost, Rübezahl, Steilshoop, Poßmoorwiese und Tegelsbarg, Haus der Jugend Steilshoop, Haus der Jugend Dahlemer Ring, Jungengruppe Starladin, Jugendclub Berner Au, Jugendzentrum Startloch, Jugendclub der Kirchengemeinde Guter Hirte Jenfeld, Jugendbüro Jenfeld, Jenfelder Kaffeekanne, Jugendclub Get-to, Jugendclub Trabrennbahn, Kaffeekanne Jenfeld, die Kinder- und Familienzentren Großlohe und Farmsen-Berne, die Projekte Fit for Future Großlohe, Take Care Jenfeld, Your Life Jenfeld, SC Hellbrook, Straßensozialarbeit Jenfeld, Straßensozialarbeit Rahlstedt, Streetlife e.V., Spieltiger, Verband Hamburger Kinder- und Jugendarbeit

Eröffnet wurde das Fest vom Wandsbeker Jugend- und Sozialdezernenten Volker de Vries. In seiner etwa 10minütigen Ansprache äußerte er neben lobenden Worten für die Veranstalter auch Statements für die Offene Arbeit und ihre Einrichtungen, als erhaltenswertes und weiter zu entwickelndes Arbeitsfeld der außerschulischen Bildung.

Auf unserer Bühne präsentierten wir dann von 15 – 22 Uhr, 3 Kindertanzgruppen, 4 Rapacts, 1 Breakdancecrew, 10 Rockbands sowie einen Redebeitrag von Manuel Eßberger (Verband der Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg).

Fazit

Die Liste der VeranstalterInnen ist beachtlich lang und es war zusätzlich gelungen, viele BesucherInnen von Einrichtungen aus anderen Bezirken nach Wandsbek zu holen - ein voller Erfolg! Mit dieser zentralen Veranstaltung im Bezirk Wandsbek, so ermunterte uns auch Herr de Vries in seiner Eröffnungsrede, füllen wir eine echte Lücke im Angebot für Kinder und Jugendliche (…). Er würde sich freuen, wenn diese Veranstaltung zu einem festen Begriff in der Wandsbeker Sommerszene werden würde. Als Herr de Vries diesen Wunsch äußerte, war unsere Reaktion  im ersten Moment etwas verhalten, immerhin waren Koordination und Vorbereitung wahre Kraftakte gewesen und mussten neben dem ganz normalen Betrieb der Einrichtungen bewältigt werden! Aber im Laufe des reibungslosen Festablaufes und angesichts der begeisterten Reaktionen des großen Publikums und spätestens bei der Nachbesprechung legte sich die Zurückhaltung: „Chill dich Schlau 2009 – ja klar das wollen wir!“

Bei dieser Nachbesprechung äußerten sämtliche Beteiligten große Zufriedenheit nicht nur über die Planung, den Ablauf und die Resonanz bei Besuchern. Wir stellten auch fest, der Standort am Wandsbeker Marktplatz, aufgrund der zentralen Lage und insbesondere die mietfreie Nutzung inklusive der minimalen Nebenkosten trugen in erheblichem Maße zum Erfolg des Festes bei.

Wenn du es anklickst, wird es größer ...Ein Manko dieser Veranstaltung kann in der Öffentlichkeitsarbeit gesehen werden. Konnte die Werbung mit insgesamt 10.000 Flyern und 400 (von Dolmar gespendeten) Plakaten noch als ausreichend eingestuft werden, war die Präsenz in der Presse bzw. in sonstigen Medien auf eine kurze Ankündigung sowie eine Nachberichterstattung im Rahlstedter Wochenblatt beschränkt.

Hier muss eine Steigerung erzielt werden, überlegt wird die Wandsbeker Verwaltung und ihre Pressestelle ein zu beziehen evtl. auch i. V. m. der Schirmherrschaft ihrer prominentesten Vertreter.

Auch die Parteien und jugendpolitischen Sprecher sollten, waren sie mittels Flyer und mündlicher Einladung des Jugendhilfeausschussvorsitzenden in Wandsbek dieses Jahr wiederum nicht zu unserer Veranstaltung zu bewegen, müssten dann wohl persönlich eingeladen werden.

Gute Ansätze wie Kurz(rede)beiträge und Interviews auf der Bühne, das Aushängen der Thesen für die Offene Arbeit und ein Transparent mit dem Motto „chill dich schlau“ für die Bühne übertrafen sicherlich die Präsentationen der ersten Veranstaltung. Allerdings könnten die inhaltlichen Botschaften nebst Einrichtungs– und/oder Trägernamen der Beteiligten noch deutlicher, zentraler sichtbar und die (zahlreichen) Teilnehmer sowie deren (umfangreiche) selbstorganisierte Aktionen von der Bühne aus bekannt gemacht werden!

Weitere Erleichterung beim nicht unerheblichen Aufwand dieser Veranstaltung kann eine gesicherte, auskömmliche Finanzierung erzielen, die dann auch ermöglichen könnte Bühne und Bühnentechnik in professionelle Hände zu geben. Eine derartige Infrastruktur für einen solchen Rahmen kann keine Einrichtung stellen und was ein von verschiedenen Einrichtungen zusammen gewürfeltes Equipment mit ebensolchem Personal für Fehlerpotentiale birgt, konnte neben den Künstlern und Rednern insbesondere Bühnenmeister Jörn S. am 27.06.2008 in Erfahrung bringen. 

Zum Schluss blieb noch der Wunsch eines gemeinsamen ABSCHLUSSES am Tage der Veranstaltung! Die letzten Bands verdienen es auch angeschaut zu werden und die Aufräumarbeiten sind in größerem Kreise ebf. lockerer zu bewältigen. 

Jörn Stronkowsk